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AFA-Alge, Spirulina und Chlorella - drei Algen als wertvolle Nährstoffquellen für den menschlichen Körper


Algen bezeichnen Kleinstlebewesen, die in der Lage sind, Photosynthese zu betreiben. Hier teilen sich Cyanobakterien und auch einzellige, pflanzliche Lebewesen diese Fähigkeit. Echte Algen stellen lediglich eukaryotische Kleinstlebewesen - also Einzeller mit Zellkern - dar, die Photosynthese betreiben. Dennoch werden die Cyanobakterien in der Regel hinzugezählt.
Die einzelligen Lebewesen formen oftmals Verbände, die von Stab- und Kugelkolonien bis hin zum Seetang reichen.


Dabei sind Algen besonders vielfältig: sie leben entweder autark (mittels Photosynthese) oder teils bakteriophag. Sie können auch in Symbiosen mit anderen Lebewesen (bspw. Flechten) vorkommen, in der Luft schweben oder sich für einige Jahre einkapseln und somit in eine Starre verfallen. Außerdem binden sie bedeutende Mengen Kohlenstoffdioxid in den Meeren und stehen am Anfang vieler Nahrungsketten.


Interessant sind für den Menschen seit vielen Jahren einige unter ihnen. Besonders die AFA-Alge, Spirulina und Chlorella finden sich in verschiedenen Produkten zur Nahrungsergänzung und werden auch einigen Lebensmitteln zugegeben. Grund hierfür ist, dass Algen ein sehr diverses Nährstoffprofil aufweisen, Chlorophyll enthalten und durch ihre Lebensweise sehr viele Mineralstoffe und Spurenelemente einlagern. Seitens der Alternativmedizin werden Algen bei diversen Leiden und Zuständen angewandt. Sie sind zudem leicht zu kultivieren und färben Lebensmittel auf natürliche Weise.


Auf die AFA-Alge, auf Spirulina und auf Chlorella soll im Folgenden eingegangen werden. Die Algenarten unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung durchaus und können deshalb unterschiedlichen Zwecken dienen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die enthaltenen Stoffe der drei Algen zwar durchaus unterstützend auf den Organismus wirken, aber der medizinische Nutzen vieler Anwendungen noch keine Bestätigung erfahren hat. Zudem ist zwischen dem Verzehr großer Mengen algenbasierter Produkte (vor allem Seetang) und der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln auf Basis einzelner Algensorten zu unterscheiden. Bei den drei angesprochenen Algen handelt es sich um solche, die vor allem für die Produktion von Nahrungsergänzungsmitteln verwendet werden.


AFA-Alge


Gemeint ist hier die Grüne Spanalge, die zur Gruppe der Cyanobakterien gehört. Sie tritt in allen Süßgewässern als sogenannte "Wasserblüte" auf. Die AFA-Algen, die für die Produktion von Nahrungsergänzungsmitteln bestimmt sind, stammen größtenteils aus dem Klamath-See aus Oregon (USA).


Die AFA-Alge zeichnet sich durch ihren hohen Vitamin-B12-Gehalt aus, der unter verfügbaren Nahrungsmitteln einer der höchsten ist. Dieses Vitamin ist unter anderem an der Blutbildung beteiligt und muss dem Körper von außen zugeführt werden.
Die AFA-Alge enthält zudem zwanzig verschiedene Aminosäuren, die im menschlichen Körper ebenfalls verwendet werden. Acht von ihnen kann der Körper nicht selbst bilden. Sie müssen also über die Nahrung zugeführt werden. Die AFA-Alge enthält zudem eine prozentual bedeutende Menge essenzieller Fettsäuren.


Vitamin A, weitere B-Vitamine und das Vitamin E sind ebenfalls in der Alge enthalten. Diese sind unter anderem an der Augengesundheit, der Hautgesundheit, Stoffwechselprozessen und der Zellregeneration beteiligt.
In Kombination mit Enzymen der AFA-Alge, Mineralstoffen und Spurenelementen, die allesamt in den Cyanobakterien vorhanden sind, lassen sich viele Koenzyme ausmachen. Diese Molekülgruppe ist an der Arbeit weiterer Enzyme beteiligt und fördert somit Stoffwechselprozesse.


Die enthaltenen Nährstoffe sind für den Menschen als gesund zu bewerten, insofern die AFA-Alge nicht aus belasteten Gewässern stammt oder bestimmten, Gift bildenden Arten angehört.


Außerdem werden Mitteln, die auf der AFA-Alge basieren, seitens verschiedener Naturheilkundler einige positive Eigenschaften nachgesagt.


Die AFA-Alge ist nicht als Arzneimittel zugelassen. Während der Nutzen der in ihr enthaltenen Stoffe nicht bezweifelt wird, wird die gewöhnlich eingenommene Menge seitens der medizinischen Forschung als unzureichend für weitreichende Effekte gesehen.


Spirulina


1974 von der WHO als "Bestes Nahrungsmittel der Zukunft" bezeichnet, sind diese Vertreter der Cyanobakterien vor allem gute Proteinquellen. Fast 60 Prozent der Trockenmasse sind Proteine, wobei hier alle essenziellen Aminosäuren enthalten sind.


Weiterhin enthält Spirulina Fett und Kohlenhydrate sowie Mineralstoffe. Vor allem der Gehalt an Calcium, Magnesium und Eisen ist erwähnenswert. Diese Stoffe sind essenziell für die Knochen, Zähne, das Blut und die Muskelaktivität. Zudem ist Magnesium an der Verstoffwechselung beteiligt.


Häufig wird auf den hohen Gehalt an Vitamin B12 hingewiesen. Es verhält sich allerdings so, dass vier Fünftel des Vitamins, das in Spirulina enthalten ist, nicht bioverfügbar für den Menschen ist. Insofern spielt das enthaltene Vitamin B12 bei der möglichen Wirksamkeit von Spirulina keine große Rolle.


Seitens der Alternativmedizin werden auch der Spirulina einige Eigenschaften zugeschrieben, die in der medizinischen Forschung bisher nicht bestätigt worden.


Spirulina ist als unbedenklich zu betrachten. Sie hat sich in der Lebensmittelindustrie schon lange etabliert und findet sich auch in Futtermitteln. Auch bei Spirulina tritt der Effekt auf, dass die Verzehrmengen in der Regel zu gering sind, als dass sie einen großen Einfluss auf den menschlichen Körper haben könnten. An der weiteren Kultivierung und Produktion von Lebensmitteln aus ihr wird allerdings gearbeitet. Dank des Proteingehalts hat dieses Cyanobakterium ein hohes Potenzial.


Chlorella


Bei Chlorella handelt es sich um eine echte Alge im taxonomischen Sinne. Diese einzelligen Pflanzen, die im Süßwasser leben, enthalten besonders viel Chlorophyll und bestehen ebenfalls zu gut 60 Prozent aus Eiweiß. Zudem enthält Chlorella Ballaststoffe, welche für eine gut funktionierende Verdauung von Bedeutung sind.
Chlorella wird für den menschlichen Verzehr in großen Anlagen gezüchtet, wobei zwischen überdachten und nicht überdachten Anlagen unterschieden wird.


Die Alge enthält außerdem nahezu alle Vitamine und Mineralstoffe, die im menschlichen Körper Anwendung finden, darunter die B-Vitamine (mit Ausnahme des Vitamins B12), Vitamin C, Vitamin H und die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Weiterhin sind Eisen, Magnesium, Natrium, Kalium, Kalzium und weitere Spurenelemente enthalten.
Ihr Nährstoffprofil ist dadurch sehr divers. Chlorella enthält kaum Jod, da sie keine Salze aufnimmt.


Chlorella wird aufgrund ihres Chlorophyllgehalts eine blutverbessernde Wirkung nachgesagt. Dies basiert auf der Annahme, Chlorophyll gleiche in seiner molekularen Struktur dem menschlichen Hämoglobin. Entsprechend soll es das Blut anreichern und beim Nährstofftransport - und somit bei der gesamten Erhaltung der körperlichen Gesundheit - mitwirken.


Außerdem wird sie gerne zur Entgiftung verwendet, da sie Schmermetalle aus dem Körper ableiten können soll und mit ihren Ballaststoffen Gifte aus dem Verdauungstrakt entfernen soll. Extrakte aus Chlorella sollen die Körperzellen mit allem Notwendigen versorgen und so die Gesundheit erhalten.


Fazit: AFA-Alge, Spirulina und Chlorella im Vergleich


Es lässt sich festhalten, dass den drei mikroskopischen Wasserbewohnern viele wertvolle Substanzen innewohnen. Die verwertbaren Proteine und die weiteren Inhaltsstoffe machen diese drei Algen zu interessanten Alternativen in der Ernährung. Alle drei bergen - verzehrt in ausreichender Menge - das Potenzial, ein Grundnahrungsmittel zu werden.


Werden die AFA-Alge, Spirulina und Chlorella hingegen als Nahrungsergänzungsmittel dargeboten, stehen die zugeschriebenen medizinischen Effekte im Vordergrund.


So soll die AFA-Alge vor allem auf das Nervensystem und das insgesamt empfundene Wohlbefinden einwirken. Die Leistungsfähigkeit soll gesteigert werden und sie soll sogar bei ADHS wirksam sein.
Spirulina soll vor allem die physische Gesundheit des Körpers aufrechterhalten, indem sie das Immunsystem stimuliert, bei der Bekämpfung von Infektionen hilft und den Cholesterinspiegel senkt - was das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Vorfälle verringert. Spirulina wird eine prophylaktische Wirkung vor Virusinfektionen zugesprochen.
Chlorella wird vor allem eine körperreinigende und körperunterstützende Wirkung zugesprochen. Sie soll den Körper von Schwermetallen und Schlacken befreien können und wichtige Nährstoffe dank ihres Chlorophyllgehalts besser für den Menschen verfügbar machen.


In allen drei Fällen gilt, dass die größten gesundheitlichen Vorteile durch eine regelmäßige - im weitesten Sinne präventive - Einnahme der Präparate erzielt werden sollen. Ob und wie die Einnahme geringer Mengen Algen im Falle einer Krankheit allerdings wirkt, ist nicht abschließend geklärt. Bisher wurden entsprechende Zusammenhänge noch nicht durch die medizinische Forschung bestätigt.


Für den Verzehr geeignete Algen sind allerdings ohne Frage als gesunde Nährstoffquelle zu bezeichnen. So sollte zum maximalen Nutzen auch der Verzehr von Algenprodukten mit größeren Mengen Algen anvisiert werden. Die ostasiatische Küche kennt hier einige Beispiele. Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion sollten Meereswasseralgen aufgrund ihres Jodgehalts allerdings meiden.